Die 4 öffentlichen Irrtümer zu Google Streetview
Posted by daniel on Okt 22, 2010 in Google, News | 0 comments
Es gibt leider in der Öffentlichkeit immer noch Vorurteile und Irrtümmer in Verbindung mit dem Straßenfotodienst Google Streetview.
Die Möglichkeit Einspruch gegen die Ablichtung von Wohnhaus oder Eigentum zu erheben haben ca. 244.000 Anwohner aus den 20 vorerst fotografierten Städten genutzt.
Damit Verbunden ist die Verpixelung des gesamten Wohnauses, auch wenn sich nur ein einzelnet Mieter an Google wendet.
Sicher ist das ein Eingriff in die Rechte der anderen Mieter, aber das diskutieren wir an anderer Stelle.
Die öffentlichen Irrtümer reichen aber noch weiter.
Hier sind die 4 häufigsten:
1. Die Privatsphäre wird durch Google Streetview verletzt:
Die von Google angefertigten Fotos sind allesamt im öffentlichen Raum aufgenommen.
Und das ist per Definition keine Verletzung der Privatsphäre, denn es werden keine Fotos von Wohnungen oder Ähnlichem gemacht.
Wer befürhtet, dass nun die ganze Welt weiß, wo man wohnt, der irrt. Denn den Häusern und Gebäuden werden keine personenbezogenen Daten angehangen.
Wer allerdins im Telefonbuch oder sonstigem Internet der Öffentlichkeit die Verbindug des Namens mit der Adresse ermöglicht, kann auf der virtuellen Karte über genau diese gefunden werden.
Wohingegen Personen auf der Straße mit einem Blick auf das Klingelschild wissen WER dort GERADE JETZT wohnt.
Was die Fotos von Passanten angeht, so hat Google zugesagt die Gesichter, übrigens auch Nummernschilder, unkenntlich zu machen.
In den USA kann man sich das bei Google Streetview anschauen. Es ist sehr gut umgesetzt.
2. Google Streetview erlaubt Überwachung:
Die Aufnahmen stellen eine bereits vergangene Realität dar. Sie wurden zwischen Mitte 2008 bis Herbst 2009 angefertigt.
Da eine Aktualisierung sehr viel Zeit un Kosten verursacht, kann auh nicht mit Jahresaktuellen Bildern gerechnet werden.
Der Bürger einer Stadt wird heutzutage von einer wachsenden Anzahl Überwachungskameras live verfolgt. Und hier sind die Betreiber und die Verwendung oftmals unbekannt.
3. Banken bewerten anhand der Streetview-Bilder die Kreditwürdigkeit
Ein wichtiger und massiver Denkfehler.
Denn erstens sind die Bilder wie bereits geschildert unter Umständen bis zu zwei Jahre alt, und zweitens haben Banken zugriff auf spezialisierte Auskunfteien, welche wesentlich genauer die Wohnumgebung einschätzen und so Rückschlüsse auf die Bewohner vermitteln.
4. Wer widerspricht schützt sich auf jeden Fall vor einer Veröffentlichung im Internet
Das ist Falsch. Denn es sind Anbieter wie Sightwalk und andere dabei ähnliches zu tun. Leider nicht mit der nötigen Präsenz um auch unserer lieben Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) aufzufallen. Und das ist um so schlimmer.
Der größte Konkurrent von Google, Microsoft, setzt gerade mit seinen Diensten Bing Maps und Flickr eine vollständig neue Art eines Fotodienstes um. Benutzer können ihre mit Geodaten versehenen Fotos freigeben und diese werden ähnlich wie Streetview aufbereitet.
Damit sind die Chancen sein öffentliches Abbild effektiv zu schützen gleich null.
